Chemieeinsatz Senni

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Am 20.01.2012 kam es gegen 08:45 Uhr zu einem Chemieunfall in der Sennerei Senni (Mila) in Stegen. Aufgrund einer chemischen Reaktion in einem der Chemietanks mit Reinigungsmitteln (Salpeter, Phosphor) traten giftige Dämpfe aus. Umgehend veranlassten die verantwortlichen Mitarbeiter die Evakuierung des Betriebs und allarmierten die Feuerwehr.

Um 08:52 Uhr ertönten die Sirenen und Personenrufempfänger der Feuerwehren von Stegen und Bruneck, welche sofort zum Einsatzort ausrückten. Vor Ort angekommen, wurde die Feuerwehr Stegen vom Personal eingewiesen und über die aktuelle Lage informiert. Die Feuerwehren veranlassten daraufhin die Evakuierung des Geländes. Zudem wurde die Pfalznerstraße für den Verkehr gesperrt.

Nachdem sich der Chemiezug der FF Bruneck ausgerüstet hatte, nahm ein Trupp die Ersterkundung vor, konnte allerdings erst nach einer intensiven Suche das Leck finden. Eine chemischen Reaktion in einem Tank hatte zu dessen Erhitzung und zu einem Druckaufbau geführt, was wiederum die giftigen Dämpfe austreten ließ. Um den Druck und die Hitze abzubauen bzw. den Tank zu stabilisieren, wurde als Erstmaßnahme der Tank mit Wasser gekühlt.

Nachdem man durch die Erstmaßnahmen sehr gute Erfolge erzielt hatte, entschied man sich, die Kühlung so lange weiter zu führen, bis es zu einem Stillstand der chemischen Reaktion kam. Dazu wurde eine provisorische Sprinkleranlage installiert.

Gegen 14:00 Uhr konnte die Freiw. Feuerwehr Stegen ins Gerätehaus einrücken.

Hinweis: KEIN Feuerwehrmann der FF Stegen wurde verletzt. Anderslautende Meldungen sind Falschmeldungen!

Übersicht:

Einsatz Beginn FF Stegen: 20.01.2012 - 08:53 Uhr
Einsatz Ende FF Stegen: 20.01.2012 - 14:00 Uhr
Alarmstufe: 7 - Chemieunfall
Alarmierung: PRE - Personenrufempfänger
SIR - Sirene
Eingesetzte Fahrzeuge: KDO-A - Kommandofahrzeug
TLF-3000 - Tanklöschfahrzeug
SRF-A - Schweres Rüstfahrzeug
KLF-A - KLeinlöschfahrzeug
Mannschaft FF Stegen: 20
Andere Hilfsorganisationen: Freiw. Feuerwehr Bruneck
Gefahrgutzug Eisacktal
Freiw. Feuerwehr Toblach
Weißes Kreuz
Carabinieri
Stadtpolizei
Mann insgesamt: ca. 120